Spuren im Schnee

Ein Reiseblog von Jana & Peter.

Unendliche Weite in der Hardangervidda

Bromm, bromm, bromm – so machen doch Traktoren.

Das sagte uns zumindest Arnfinn, als wir ihm erzählten, dass uns unser Weg vom Hardangerfjord nach Bromma führen wird 🤣

Mittlerweile sind wir auch in unserer Unterkunft – einer kleinen süßen Hütte von Eirin und Rolf angekommen. Sie liegt wunderbar an einem kleinen Fluss. Nachdem wir über eine Woche keine einzige Mücke gesehen haben, waren es dafür heute umso mehr.

Bromma liegt nördlich von Oslo, heißt, wir mussten einmal quer durch Norwegen – über den Hardangervidda, vorbei an Gletschern und durch die weite Fjelllandschaft. 250 km, die man eigentlich in 3,5 Stunden schaffen sollte – wir haben fast 7 Stunden gebraucht, aber natürlich auch, weil es unterwegs so viel tolles zu sehen gab, den Vøringsfossen zum Beispiel. Bei diesem Wasserfall gab es gleich drei Aussichtspunkte – und natürlich mussten wir bei allen anhalten 😇

Die Hardangervidda steht auf unserer Liste der Orte, wo wir unbedingt noch etwas ausgiebiger wandern wollen. Diese Weite ist atemberaubend. Ein Ferienhaus inmitten des Fjells und jeden Tag in eine andere Richtung laufen. Diesmal hat es zwar nur für kurze Stopps gereicht, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Kurz vor Bromma mussten wir noch einen Halt machen – in Garnås, wo vor (ja, so ungefähr) 550 Millionen Jahren ein Meteorit einen Einschlag verursachte. Damals lag das Gebiet noch unter Wasser. Der Krater (von ca. 5 Kilometern) ist noch heute zu sehen, die Zufahrtstraße nach Garnås führt direkt in das Zentrum des Kraters, von wo aus man tolle Touren starten kann.

Unsere Ferienhütte liegt ja an einem kleinen Fluß außerhalb der nahen Ortschaft – drumherum ist also kaum Licht. Zudem hatten wir einen klaren Himmel – was macht man da? Natürlich Fotos!
Es ist so grandios, wenn man mit bloßem Auge die Milchstraße sieht und dann auch noch das Glück für ein erstes Nordlicht hat 😍

Nach der langen Fotosession war erstmal ausschlafen angesagt. Eirin hatte uns einen kleinen Naturpark empfohlen, den wir uns nun anschauen wollten. Mitten auf dem Berg liegt der Langedrag Naturpark. In malerischer Umgebung liegt der kleine Bauernhof, der den Besuchern das Erlebnis bieten will, den Tieren ganz nah zu kommen. Das führte dazu, dass wir zu den Rentieren und den Polarfüchsen ins Gehege gehen konnten.

Der Naturpark beherbergt über 20 verschiedene Tierarten – Guides begleiten durch den Park, spannend waren vorallem die Erzählungen rund um den Wolf. Drei Wölfe in dem Park sind „sozialisiert“ – heißt, sie akzeptieren eine der Guides als Teil ihres Rudels. Ausgenommen der Wölfe durften alle Tiere draußen frei rumlaufen, was auch zur Folge hatte, dass wir auf dem Parkplatz von Wildschweinen begrüßt wurden.


Unser nächster Stopp wird Oslo sein! Woohoo!

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