Spuren im Schnee

Ein Reiseblog von Jana & Peter.

Noch 1.309 km bis zum Nordpol

Spitzbergen ist traumhaft schön – der Schnee, die klare Luft, die Ruhe! Wer die Möglichkeit hat, im Winter hin zu fahren und wen die Temperaturen nicht abschrecken – unbedingt machen.

Unser Flieger ging ab Oslo – leider schon mit Verspätung – in Richtung Longyearbyen. Kurz nach 1 Uhr nachts sind wir endlich gelandet und direkt zu unserer Unterkunft „Marry-Ann’s Polarrigg“ gedüst. Marry-Ann war vor Ort und begrüßte uns sehr freundlich. Was für eine nette Dame, die die Holzhütten der Bergleute in ein kleines Hotel verwandelt hat.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf, Longyearbyen zu erkunden. Longyearbyen ist mit rund 2.000 Einwohnern die größte Stadt auf Spitzbergen (in Kirrlach wohnen fast fünfmal so viele Menschen!). Die Stadt an sich ist „Eisbärenfrei“, daher kann man sich da frei bewegen.

Longyearbyen – sowie auch der Rest von Spitzbergen – ist durch das reiche Kohlevorkommen geprägt. Heute beschränkt sich der Bergbau jedoch nur noch auf eine Mine. Eine der alten Minen – Grube 2 – liegt über der Stadt und ist zu Fuß über einen steilen Anstieg zu erreichen. Kohle wurde dort zwischen 1938 und 1969 abgebaut. Wir konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen, dahin zu gehen.

Teile der Grube waren leider schon sehr marode. Die Holzböden machen nicht den besten Eindruck. In Deutschland wäre alles schon längst abgerissen worden – in Norwegen hängt am „Eingang“ einfach ein Warnschild. Durch die kaputten Wände ist sehr viel Schnee in die Mine gekommen. Aber irgendwie macht genau das den Charme aus.

Mit einem steilen Anstieg ist in der Regel auch ein ebenso steiler Abstieg verbunden. Glücklicherweise lag soviel Schnee, dass wir einfach auf dem Hosenboden runterrodeln konnten.😂

Unser eigentliches Ziel für den Tag war das Svalbard Museum, in dem über die 400-jährige Geschichte der Inselgruppe sowie über Flora und Fauna berichtet wird.

Obwohl in der Stadt nicht sehr viele Menschen leben, gibt es genug Lokale – für uns gab es Pizza (also typisch norwegisch) mit Rentierfleich und Preiselberren. Und dazu ein Bier der nördlichsten Brauerei der Welt. Yummi.

Am nächsten Tag stand unsere Fjord Cruise nach Pyramiden auf den Programm…

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